Denkmale.
Zwar hat sie auch einen Vogel zur Seite; da der-selbe aber einer Taube gleicht/ so ist dieses einSymbol/ das ihr mit ihrer Mutter Venus gemeinwar/ die man mit einer Taube in der rechten HMauf dem schon mehrmal erwähnten dreiekigen he-trurischen Altare in der Villa Borghese sieht/Von welchem ich unter Numero 16 ein SeitenU!aufgeführt habe. Wie nun Pitbo bei den Dich-tern ihre eigenen Sinbilder auf die Scene gebrachthatte: so wird sie auch von Pollux unter diejeni-gen Personen gezählt/ welche hießen,') h,i. welche ihre besondere Kleidung O-cev-?) hatten;ein Wort/ das mir durch die ihm gegebene Beden-tung von schlecht erklärt scheinetWen nun die Art/ die Figur der Göttin vorzustellen,bei den Alten fest bestimt war: so würde ich/ umnicht zu sagen/ daß unser Maler einen Fehler be-gangen habe/ da er ihr die gewöhlichen Kenzcichennicht gegeben hat/ geneigt sei»/ sie für eine mHelenas Sklavinen, und zwar für die A styanassa/zu halten/ welche sich durch Erfindung neuer Arte»von LuxuS bekaiit gemacht hat. ES ist diesesum so wahrscheinlicher/ da man nicht wohl an-nehmen kaii/ daß Helena ohne irgend ein Meidzu ihrer Bedienung abgebildet worden/ wie manaus den Nachrichten/ die man von dem großen j»Delphi von Polygnotus verfertigten Gemäldehat/ und aus einem andern alten unter Numer«160 in diesem Werke aufgeführten Gemälde schlie-ßen kan; indem sie auf dem erstern von zwei Skla-vinen begleitet war. Auch selbst die rothe Binde,
1) 1^.4. segm. 142.
2) ptolcm. lüst, nov. I> 4. sp.kliol. liilil. x>2>j?>
3) pauzsii, I. ,0. 1^, zZ.Z