Druckschrift 
8 (1825)
Entstehung
Seite
119
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2 Tl). 2 Abschn.

einem Schemel ruhen hat/ wodurch ihre Würde undihr über gemeine Menschen erhabener Stand ange-Mct wird. Dieses brachte mich/ so wie bei demAwiior unter Numero 66/ der die Leukotheaerstellt, auf die Spur/ den wahren Inhalt diesesAarmorS zu finden.

Bei HomeruS ist der Schemel ein Merkmalirr Götter oder solcher Personen/ die als ihre Kin-kr anerkaiit sind; daher auch Helena vom Dich-ter durch dieses Attribut unterschieden wird. Die-es ist ebenso auf den mehresten alten Denkmalen derZnnst beobachtet: wiewohl auf einigen Marmorn dieKünstler ein wenig freigebig mit dieser Ehre geme-in sind/ indem sie selbe anch manchen Personen er-zeigt haben/ die nicht unmittelbar von göttlichenMrn gezeugt sind/ wie z. B. der Altbäa/ Mut-ier des Mele agers auf einem Marmor der VillaBorghese; ferner der AleestiS/ des thessalischenMigs A d »ietuS Gemahlin / auf dem oben unterNumero 92 aufgestellten Marmor; dan der Auge/Autter des TelphuSauf dem Basrelief unter Nu-mero 7t; so anch der Andromache/ GemahlinteS Hektar S> in einem auf der Vase befindlichenScniälde unter Numero i-i>6/ und endlich der PH ä-drn auf einem herculanifchen Gemälde. Ich mußHer auch noch bemerken/ daß man auf öffentliche»Werken der Bildhauerei in den spätern ZeitenieS römischen Reichs dieses Merkmal bei allen Per-sinen von hohem Range findet/ wovon einige Mün-M des Kaisers Gordia nus und derOtaeilia/ilS Philipp»6 Gemahlin/ zum Beweise dienen.^)

>) Ix. XIV. V. 240. 2. XVIII. V. Zgu.

2) O/vs'5. IV. v. 286.

3) ?ilt. iI'Lrcol. l. 3. wv. 15.

^j) Luonariot. osscrvaa. svxr» »Ic. »icä-ixl. x. 114.