Denkmale.
licn, daß vielleicht HomeruS selbst jenen neuemKünstler verleitet habe, sich ein solches Bild vonPeleuS zu entwerfen, indem dieser Dichter dieThetis aufführt, wie sie bei Jupiter klag!,daß sie sich mit dem Peleus vermählt habe, derschon nach einer zwanzigjährigen Ehe ein schwächli-cher GreiS sei. >) Allein die alten Künstler/ welchesietS auf die Schönheit aufmerksam waren, sind hier-in von HomeruS abgegangen, indem sie sich unterdem PeleuS einen Helden in der Blüthe seinerJahre dachten/ worin die Neuern ihnen hätten f»l-gen sollen.
II.
Wumero tN.I
Ganz vorzüglich sowohl in Ansehung desZnhMals der Kunst ist der unter Numero m ausge-führte Sarkophag in der Villa Seiner Eminenzdes Herrn CardinalS Alexander Albani, wo«Montfaucon bereits eine Zeichnung bekaiit ge-macht hat, ohne ihn jedoch erklären zu könne»/ dencr gesteht es selbst, daß der Inhalt sehr dunkel mischwierig sei. Ich liabe es daher für rathsam erach-tet, eine andere richtigere Zeichnung davon zu geben,sowohl wegen der Seltenheit des Gegenstandes / »liauch um die Erklärung desselben zu erleichtern.
Es wird nämlich auf diesem Denkmale die Ver-mählung des' PeleuS und der Thetis abgebildet,PeleuS ist der sizende, nach oben zu halbnakte Held,'ihm zur Seite sizt ThetiS/ welche die Füßc ans
1) Ik. T. XVIII. v. 434. XXIV. v. 487.
2) explty. t. 5. xl. 5i.