Denkmale.
lung gewesen war und der Künstler ihn also leichthätte können mir anbringen wollen / um dieses an-zudeuten. Dazu komt noch/ daß es gerade um Mit-tag war/ alsPeleus die Thetis überfiel/ so daßder Künstler auch dieses durch den Promethcuzmit seiner Fakel/ als eine Anspielung ans die bren-nenden Strahlen der Sonne/ hätte können anzeigenwollen/ indem cinestheilS einigen Mythographenzufolge zwischen ihm und Phöbus die engste Ver-traulichkeit herschte/ l) und anderntheils ihm vonSophokles^) und EuripideS^) das Beiwortgegeben wird / welches nach der Meinung vie-ler Ausleger von der Sonne selbst soll verstände»
werden. 4)
Als ich indessen diesen vorauSgesezten Prome-theus mit mehr Aufmerksamkeit und vermittelst ei-»es Fernglases genauer betrachtet hatte/ bemerkte ichan seinem Kopfe zwei kleine Flügel, ohngefähr wie sieMercuriuS zn haben pflegt. Diese kleinen Flügelließen mich bald an der Schulter einen ander» gro-ßen Flügel/ nach Art der Schmetterlinge/ entdeken,Ich hatte anfänglich diesen Flügel in der Entfer-nung für einen Schild gehalten/ der einer von denübrigen darauf befindlichen Gottheiten gehöre.
Nunmehr erkante ich also in dieser Figur denMorpheuS/ den Gott des Schlafs/ indem manihn auf mehrern Kunstwerken auf diese Art abge-bildet findet. Dahin gehört unter andern ein Bas-relief in demselben Palaste/ wo Morpheus iiberder schlafenden Ariadne ans der Insel NaxsZ
1) I?usl»tl>. In (Z-Iv55. G. VIII. x. I ?gg.
2) Oolon. v. 5?.
3) Ion. v.456.
4) 8eko!. Loxliocl. I. e.