2 Th. 1 Abschtt. 8?
den man nante.l) Die Ursache davon war
theils, weil man glaubte/ daß die Olive jedesjibcl entfernt haltet) theils auch/ weil sie alsEymbol des Friedens auf den Frieden anspielenkoiite, den man von den Göttern erbat. Ich kandaher nicht unterlassen/ hier eines vom berühmtenBianchini begangenen Irrtums zu erwähnen,indem er das Wort wie man eS bei
Knlliina ch u S liest: >5z>x auf
gewisse obrigkeitliche Stäbe/ die auf einem geschnit-tenen Steine befindlich sind/ beziehet. Er glaubtdaher/ daß dieses Wort so viel als Nutben oderZweige sagen wolle und führt des SalmasiuSAutorität dabei an; 5) da dieser doch der gewohn-lichen/ von allen Übrigen angenommenen Meinungfolgt/ nach welcher man eine Handvoll Ähren dar-unter versteht.
Um mich aber nicht von des O d ip u S Geschichtezu entfernen: so muß ich weiter anführen/ daß manliest, eS sei ihm besohlen worden/ den Rand desOpfergefäßes mit Wolle von jungen Schafen einzu-fassen, 6) indem die Wolle ein wesentliches Erfoder-niß bei den Opfergebräuchen war. ?) Wenigstenserkläre ich das Wort auf diese Art. Da
niiui ihn nun auf unserm Marmor auf einem Size,der mit einer Thierhaut bedekt ist/ erblikt/ welchesauch aus dem Thierkopfe/ der zu seinen Füßen liegt/
1) ?o1IuX) I. I. 26.
2) 5uil!. V. ^G!'/v»v.
4) in Oel. V. 233.
8) Txpückit. Iri8d-. HcrolZis x. 19.
6) Loplioc!. OLdip. Oolvn. v. 467.
7) OiWv. I.ect. Ilesivll. 0.26. 126.