2 Th. 1 Mschtt. «1
Es befand sich im vorigen Jahrhunderte zu Romeine große Begräbnisiurne/ wovon sich die Zeichnungin der Samlnng des Herrn Generals von Wal-jiioden in Hanover/ Commandanten der königlichengroßbritannischen Garde zu Pferde/ erhalten hat.Auf derselben war die Geschichte von der Phädraund dem Hippolytus vorgestellt. Ans der Vor-derseite dieses Denkmals erschien Hippolytus/ imBegriffe/ mit seinen übrigen Gefährten auf die Jagdzu gehen; auch waren eilf nakte Männer mit zweiPferden und vielen Hunden/ nebst der Pflegerin derPhädra in bittender Stellung neben dem Hippo-lytus/ darauf abgebildet. Hippolytus hält ei-nen zusammengerollten Brief/ den ihm eben jene Pfle-gerin gegeben liat/ woraus aber der Zeichner/ derwahrscheinlich die ganze Vorstellung nicht verstand/eine vicrekichte Form gemacht hat. Auf der einenSeite sizt Phädra trostlos in einer Gesellschaft vie-ler Frauen/ die ihr beistehen und sie unterstüzen.Zivei derselben spielen auf der Cithar/ die derjenigensehr ähnlich ist/ auf welche sich Phädra im andernM mir erklärten Basrelief stüzt. Die Pflegerin,die als die nächste sich vorzüglich bemühet/ sie zu trö-sten, hebt ihr den Schleier oder das Tuch/ womitihr Kopf bedekt ist / auf. Neben dem Stuhle derPhädra steht ein kleiner geflügelter Amor, der ei-nen Pfeil losdrükt. Hierauf müßte nun die Zeich-nung der andern Seite folgen; allein sie hat sich nie««gefunden.