Druckschrift 
8 (1825)
Entstehung
Seite
80
Einzelbild herunterladen
 

so

Denkmale.

Man bemerke auch die Tritonen/ welche aufeiner Muschel/ öu-c-ttum genant/ blasen nnd an daSpize des großen Thors eines Gebäudes/ das eine«königlichen Palast vorstellt/ befindlich sind. Maero-biuS/ der solcher Tritonen/ die in Rom ode»am Giebel der Tempel des SaturnuS standen, Er-wähnung thut/ behauptet/ dieselben zeigen symbolischan/ daß die Geschichte von des SaturnuS Zeital-ter hernach so zu sagen redend geworden/ da sievorher stuni/ dunkel und uubekant gewesen sei,>)Allein dieses angebliche Symbol der Geschichte verliertdie vorausgesezte Bedeutung durch die Tritonenauf unserm Denkmal und auf einem andern ebenderselben Villa Seiner Eminenz des Herrn Car-dinalS Alexander Albani; so wie ebenfalls durchdiejenigen/ welche über einem andern Tempel anfeinemBasrelief/ das im Campidoglio in den Zimmer» derConservatoren befindlich ist und die vier Jahrszeitenvorstellt/ ungleichen auf einigen andern zu sehen sind/welche sich oben an einem Gebäude auf einem Basre-lief des Hauses Mattei befinden/ das hierin einergroßen Urne im Hanse Barberini ähnlich ist; an-derer Kunstwerke nicht zu gedenken. Man kan dahernicht annehme»/ daß alle die Gebäude uud Gegenden/die auf diesen Denkmalen vorgestellt sind/ dem Sa-turnuS geheiligt waren. Ich glaube also/ daß dieTritonen hier nichts anderes bedeuten/ als dieübrigen Zieraten/ die man auf den Giebeln der Ge-bäude anbrachte: daß sie nämlich nur die Stelle an-derer Statuen einnehmen/ die man sonst darauf zusezen pflegte/ und die nicht mehr Anspielung aufihre Gebäude haben/ als die Ziegen an den Ekeneines Giebels an einem kleinen Tempel/ der auf ei-ner Münze der Familie Petilia abgebildet ist/ z»haben scheinen.

i) Littuvnal. !. i. c. L. x. i L^.