Druckschrift 
8 (1825)
Entstehung
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Denknulle.

Leidenschaft der Phädra nur noch mehr cntflaW,Als sie sich endlich ihrer Pflegerin entdekt Haiti?machte diese einen Versuch/ die Gesinnungen de;Jünglings zu erforschen; da aber alles vergeb-»?war/ so glaubte Phädra voll Schaam und V«.wirrung nicht mehr vor dem HippolytuS und it.rein Gemahle erscheinen zu können/ daher sie ihr Le-ben durch einen Strik endigte. Ihre wüthende Lei-denschaft aber verleitete sie zu der Rache/ daß ßeeinen an den These» S gerichteten Brief hinterließ,in welchem sie fälschlich vorgab/ dasi HippolytujAngriffe auf ihre Tugend gewagt habe. Als The-se uS beim Herausgehen diesen Brief auf dem M-per seiner erwürgten Gemahlin fand, überhäuftenden HippolytuS mit Verwünschungen und «er-bante ihn von sich. Eben diese Geschichte ist eiüchauf verschiedene Manier auf zweien alten Gemälde«vorgestellt/ von welchen sich das eine in dem hmu-lanischen Mufev/l) das andere aber/ welches inde«Bädern des TituS war / sich unter den'GcmäldmiNom befindet/ die von Sante Bartoli') i«Kupfer gestochen sind/ und auf welchem Belloriirrig die VenuS mit AdoniS zu entdeken ge-glaubt hat.

HipvolytuS/ als die Hauvtperfon/ befindetiejauf unserm Marmor iu der Mitte und sizt auf»ner Löwenhaut nach Gewohnheit der alten Held»welche ihren Siz mit den Häuten der von ihmerlegten wilden Thiere behingen.^) Ihn begleit.«Jäger mit Zagdspießen und Hunden. Der Kmißlethat die Bitten der Pflegerin mit der Entdekmig delgeglaubten Strafbarkcit des HippolytuS in ci>

1) <Z'Z?icol. t. 3. tav. 16.

2) snücli. i.av. 6.

Z) 0^s-o-. I. v. lvS. VirZ. l.Z. v. 177.