Druckschrift 
8 (1825)
Entstehung
Seite
57
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2 Th. 1 Abschtl. 57

Dieser berühmte Künstler hat einen Hut auf demKopfe, dessen oberstes Ende nach Art der phrygischettUnzen vorn gebogen ist. Eben so pflegt auf einigenDenkmalen die Müze des VulcanuS/ des Gottesder Künstler/ gestaltet zu sein. Dädalus hat fer-ner ein aufgeschürztes Kleid an/ eben so/ wie vonLneianus in seinem Traume die Bildhauereivorgestellt wird: In der

linken Hand H6lt er die Säge/ deren Erfindung ent-weder ihm/ oder dem Talaus oder TaluS/ demSohne seiner Schwester/ zugeschrieben wird. VieleSchriftsteller nennen leztcrn indessen auch Perd ix/undTzetzcs nent ihn A ttalus. Dädalus brachteihn iim's Leben/ weil er über diese Erfindung eifer-süchtig war; nach dem Tz et) es aber ist Perd ixder Name seiner Schwester. Es ist indessen zu be-merken/ daß man die Säge häufig auf Obelisken ausge-hanen findet, besonders auf demjenigen/ der von A u-gustuS der Sonne geweiht wurde; daher die Erfin-dung dieses Werkzeugs in frühere Zeiten gesezt unddm Ägyptern beigelegt werden muß.

II.

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Die hier angegebene Fabel sieht man auch/ wieich schon gesagt habe/ auf dem Basrelief unter Nu-mero 93/ welches sich an der Vorderseite des Pa-lastes der Villa Borghese befindet/ vorgestellt.

Auf der rechten Seite sizt Pafiphae/ und sprichtmit einem jungen Mensche»/ den man für einen Rin-derhirten halten kan und dem sie befiehlt/ ihr den be-

>) lLsx. 6.)