Druckschrift 
8 (1825)
Entstehung
Seite
47
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einer Neuvermählten verschleiert wieder gegeben wur-de. Man findet sie eben so auf einem alten Gemäldevorgestellt;^) daher auf der einen Seite der Man,der sich hintergangen glaubte, sie anfänglich nichtaufnehmen wollte/ und auf der andern AlcestiS/Alche die schnelle Riikkehr vom Tode zum Lebenfür einen Traum hielt/ sich selbst nicht traute undnicht wagte, die Augen zu öfnen.

Man darf es indessen nicht so sehr sonderbar fin-den, daß diese Geschichte,in die Fabel vom Hippo-thouS eingeflochten worden; den dieses' ist eine Frei-heit/ welche die alten Bildhauer sich oft/ besondersauf Sarkophagen / herausgenommen haben. Ich kaiiunter andern ein großes Basrelief beim MarcheseRondinini in Rom anführen / welches von einemSarkophag genommen ist und von welchem ich her-nach reden werde. Auf der einen Seite desselbenist die Fabel vom PeleuS und der ThetiS/ undauf der andern Diana vorgestellt/ wie sie den schla-fenden Endymion auf dem Berge Latmn 6 zusehen und zu küssen komt. Ein anderes Beispieldavon findet sich auch im Hofe des Hauses Ca-raffa Colobrano zu Neapel/ an einem auf dereinen Seite verstümmelten Basrelief/ wo man ei-nerseits die Medea auf dem von Drachen ge-zogenen Wagen, anderseits aber den Raub derProserpina erblikt. Eben so wenig Zusam-menhang hat ein der Pallas dargebrachtes Opfernnd ein BakchuS fest/ welche sich beide auf demvordersten Ende eines Sarkophags im Hause Gen-tili zu Rom befinden: so wie man auch auf einerBegräbnißurne in dem kleinen Garten des HausesBorghesezu Rom denPentheuS/ König von Thra-kien/ auf der einen Seite von Bakchanten und

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