Druckschrift 
8 (1825)
Entstehung
Seite
46
Einzelbild herunterladen
 

46 Denkmale.

Der König entrüstete sich über seine Tochter/ ließsie in'S Gefängniß werfen und ibr das Leben neh. 'men. Das Kind wurde auf feinen Befehl wiedcnmauSgefezt; aber die Stutte fand es von neuem und 'säugte es wieder. Daraus schloßen die Hirten, daß !des' Kindes Leben den Göttern theuer sei. Sieerzogen es also und nanten eS HippothouS/ von !

eine Stutte. Aus Mitleid verwandelte Nep- ItunuS hernach den Körper der Alope in eine ^Quelle, die von ihr den Namen erhielt. So weitH ygin n 6.

Cercyon/ König von EleusiS/^) wird von Eini-gen für einen Sohn des Vulcanus gehalten,^von Andern aber für einen Enkel des Amphitryon,vierten Königs von Athen / und noch Andere wollen,daß er in Arkadien geboren sei.^) Er hatte einengrausamen Charakter und ließ sogar alle Fremde uni-bringen/ welche nicht mit ihm ringen wollten; wur> !de aber am Ende von dem Theseus überwundenund getödet. 4)

Wen wir uns nun dieser Nachrichten bedienenwollen/ um unser Denkmal zu erklären: so müßenwir theilweiS darüber urtheilen und zuerst den jun-gen Helden/ der eine weibliche Figur umfaßt/ ab-sondern; den diese beiden Figuren scheinen gar kei-ne Beziehung auf die Fabel des Hippothous znhabe»/ sondern vielmehr auf den AdmetuS/ Königvon Thessalien/ welcher seine Gemahlin AleestiSumarmt, nachdem sie durch des Herkules Bemü-hung aus dem Elysium in'S Leben zurükgerufen/ und,dem EuripideS zufolge/ ihrem Gemahle nach Art

1) Oio6. Lic. I. 4. Lg.^I 0vi>1> nielam. I> 7. v>4Zg>

2) iuk. ZZ.

Z) in 1'kes. i i.l

^j) I. 1.