2 Th. 1 Abschn.
hernach in Form von Medaillons bringen ließ.^)Wer den Neuern gibt es meines Wissens niemandiseiler, der von diesem Denkmal entweder nach' dem Marmor oder nach dem angezeigten Kupfer^ gehandelt hätte.
Hyginus ist der einzige Autor unter den Al-ten/welcher den Inhalt dieses Basreliefs angibt.Aber das Licht/ das er durch seine kurze ErzählungMündet, ist nicht hinreichend / das ganze Denkmalzu erklären/ auf welchem von dem Künstler »achKcntnisseN/ die er aus reichhaltigem/ izo verlorenenQuellen geschöpft hatte/ gearbeitet worden. DieWel/ wovon hier die Rede ist/ wird von Hygi«iniS so erzählt. 2)
Alope/ Tochter deS Cercyon (nach Andern desAktors/ Großvater des Patroklus/^) wurde vonAeptunus schwanger. Sie verhehlte ihre Schwan-gerschaft und gab/ um ihre Frucht zu verbergen/i>«iS Kind ihrer Säugamme/ um dasselbe irgendwoliuSzusezen. Dieses geschah. Ein Hirt/ der dasKind an einer Stutte säugend fand/ nahm es mitnach Hause. Er gab es hierauf einem von feinenGefährten/ der es sich von ihm anebat/ wollte aberhie kostbaren Windeln/ worein es eingewikelt war/znrükbehalten; allein der andere behauptete/ daß sieihm gekürten / woraus den ein Streit entstand. Alsderselbe zugleich mit dem Kinde und den Windelnm den Konig Cercyon gebracht wurde/ erkantedieser die leztern/ indem sie aus einem Theile ei-nes Kleides seiner Tochter verfertigt worden. DieEäuganime/ welche zugegen und für ihr Schiksalbesorgt war/ entdekte hierauf die Geburt des Kindes.
1) antih. (^rsec. vol. i. tak.
2) 167.
3) W Ix. L. II. x. 116.