2 Th. 1 Abschtt.
Das Eisen des' Spießes, welcher hinter dem Stuhleder Glauce hervorragt und den Vorhang fest zuhalten scheint/ gibt zu verschiedenen VermuthungenAiilaß. Ich wünschte/ die bei den römischen neumheiratheten Frauen übliche Gewohnheit hieherdeuten zu können/ deren Httare mit dem Eisen einesEpießeS/ der hieß/ und mit welchem
ein Fechter getödet sein mußte/ geschmükt waren.Dieser Gebrauch hatte Beziehung auf die Juno/und zwar besonders auf diejenige/ welchehieß »nd zum Kenzeichen einen Spieß trug. Alleindieses wäre doch zu weit hergeholt. Ich erinneremich auch des Eisens eines SpießeS/ mit welchem beiThuendides eine Thüre verschlossen wird; 2) aberich kan davon hier ebenfalls keinen Gebrauch machen.
Ich muß noch den Leser benachrichtigen/ daß meinKupfer nach einer Zeichnung aus der Samlnng Sei-ner Eminenz des Herrn CardinalS Alexan-der Albani genommen ist, weil ich glaubte/ daßdas Basrelief selbst nicht mehr in Rom cxistire;mhher entdekte ich eS aber in dem Haufe Lanee l--lotti/ wie ich oben schon bemerkt babe/ und sah«mehr/ daß daS/ was ich bekant machte/ nur dieHälfte des ganzen Denkmals sei. Da dasselbe mit-ten durchgeschnitten worden/ so hat eS sich gefügt/daß die Spize des Spießes der einen auf der andernHälfte stehenden Figur auf jener/ die ich liefere/übrig geblieben ist.
Da sich nun die andere Hälfte des Basreliefsibenfalls noch in jenem Hause beffndet/ fo stelleich sie hier ebenfalls auf/ um nicht ein verstüm-
^ >) Oviil, fast. I. v. 56o. ?luti»cll. in Nonnil. sc. >5,1
<)uW». kt>m. p. Zog. lt. 7. x. >4iZ. eäit. »>,!>.
2»