Druckschrift 
8 (1825)
Entstehung
Seite
40
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4<i Denkmale.

mußte/ um nicht die neu vollzogene Ehe zu stören,faßte sie den Entschluß, sich auf das Grausamste so-wohl an der Neuvermählten/ als auch an ihrem ehcin»,ltgen Gatten zu rächen. Sie schikte zu dem EMihre Söbne mit Geschenken zu ihr/ unter dem«!sich auch ein vergiftetes Kleid befand. Glaueefreute sich darüber; allein kaum hatte sie es a»gc>zogen / so starb sie unter den abscheulichsten Schmer-zen. Die wüthende Medea begnügte sich nicht mitdem Tode ihrer Nebenbuhlerin; sondern rasetc »mauch gegen ihr eigenes Blut und brachte ihre Söhneum.

Unser Marmor scheint auf der einen Seite dieVermählung JasouS und der Glauee vorzustellen.Zwischen ihnen steht /u«o /Vonui-a. Auf der ander»Seite sizt Glauce und empfängt die Geschenke,welche Medeas Söhne/ von ihrem Aufseher ge-führt/ ihr bringen. Der erste von ihnen trägt da-erwähnte Kleid/ der andere die goldene Krone, i)

Der hinter der Glauce ausgespante Schlei«deutet das Zimmer an/ wo sie wohnte: den vor dein-jenigen Theile der Wohnung/ den die Griechen«^,»anten/ war ein Schleier aufgehängl-

der nach Art unserer Vorhänge vermöge eines Seilsauf- uud niedergelassen werden konte. Selbst dieThüren pflegten ihren Vorhang zu haben, undderjenige/ der von der Thüre des Tempels delZUana ^zu Ephesus) hing/ wurde von unten nachoben hinanfgezogen.

1) üui-ipIiZ. v. g4g. Ov!6. motslli. 1.6. v. kok.

2) kuiil. V. vl xiV».

Z) VI'. lle antr. ^>.121. 1.7.

4) paussli. 1.5. lc. 12. Man sehe den I Band dieser W- 1gäbe S. 4t7. Note.Z