Achtes Kapitel.
Mede a.
lNumcro so u, Sl-Z
Es ist jedem aus der Fabel und aus den tra-gischen Dichtern bekant/ was auf den Basreliefsunter Numero 90 und 91 enthalten ist; nämlichdie Rache/ welche Medea wegen der Treulosigkeitdes Ja so n ausübte. Eben diesen Gegenstand findetman auf drei andern Denkmalen vorgestellt/ so weit»amlich meine Kentniß davon reicht. Das eine istj>, der Villa Borghese/ auf welchem Bellori,der nicht auf die neuern Ausbesserungen gemerkthat/ so wie Montfaucon/!) irrig die Rasereiim Ceres bei Gelegenheit ihrer von Pluto ge-raubten Tochter Proserpina zu stnden geglaubthaben. Das zweite Denkmal ist eine Begräbniß-»rne/ welche auf dem Hofe des Hauses Caueci»eben der neuen Kirche steht/ und das dritte ist das-jenige/ welches ich hier beibringe und das sich imHofe des Hauses La nee llotti befindet.
Jafon wurde nebst der Medea auS HolknSv ertrieben/ weil sie feinen Oheim PeliaS unterdem Vorwande/ ihn wieder zu verjüngen, aetödethatte. Er begab sich hierauf nach Korinth undverliebte sich daselbst in die Glauee/ Tochter deSdortigen Königs KrevN/ worauf er die Medea vonsich stieß/ ohngeachtet er zwei Söhne/den Merme-rus und PhereS/ von ihr hatte. Da Medeanunmehr auf Befehl des Königs das Land räumen
>) cxplic^. t. I. z-1> /,o.