2 Th. 1 Abschn.
schäftigt waren/ nicht darauf vorgestellt sind, komtwahrscheinlich daher, weil der'enge Raum dem Künst-ler nicht erlaubt hat, sie gut darauf anzubringen.ES scheint indessen, daß dieselben in dem Grupo vonStatuen, welche man nebst der Niobe in der VillaMedici sieht, mit vorgestellt gewesen seien: indemman glaubt, daß die berühmten Ringer, die elie-nials in der nämlichen Villa waren, izo aber in derGalerie des GroßherzogS von Toscana aufbewalirtwerden, zu jenem Grupo gehören, wenigstens aus-scrt sich diese Vermuthung in der Unterschrift desKupfers von diesen beiden Figuren, das vor ihrerAusbesserung davon gestochen worden ist. >) Da siezugleich mit den Statuen der Niobe entdekt wur-den, wie Flaminius Vaeea bezeugt,^) so hatdieses vermuthlich Veranlassung gegeben zu glauben,daß darunter die Söhne derselben abgebildet seien.
Da der Stein, der sich bis unter den Bauchdes Pferdes, das sich unter den die Niobe umgeben-den Statuen befindet, erhebt, olmgefähr wie Wellenoder Wirbel, welche der Staub im Aufsteigen bil-det, gearbeitet ist, so scheint dieses absichtlich vomKünstler geschehen zu sein, um an den Stanb zuerinnern, der von der Erde in die Höbe flog, alsdie großem Söhne der Niobe herumritten.^)
Auf unserm Marmor unterscheidet sich unter denFiguren der älteste Sohn an den GesichtSzügen, wel-che sein Alter bezeichnen. Er ist mitten auf der Brustvon einem Pfeile getroffen, dessen äusserstes Ende mitFedern befezt ist, daher Einige eS den Kopf des Pfeilsnennen.
1) lMan sehe G. d. K. S V. 2 K. 27 —2S S.1
2) Nont-laue. Ital. 1Z9.
Z) lG. d. K- a. a. S. Note.l