Siebentes Kapitel.
Niobe.
lNumero 8S.Z
So sehr die Fabel von der Niobe und ihre!,Kindern bekant ist; so selten kömt die Vorstellungderselben auf Basreliefs vor. Meines Wissens gibtes ausser dem gegenwärtigen unter Numero 8Z/und zwei andern in der Villa Vorghese und inder Galerie des' Graven von Pem brocke zu Will«»in Engeland, wovon man in der Samlung des Coni-mendator del' Pozzo eine Zeichnung sieht, kmanderes.
Dasjenige, welches ich hier in Kupfer beibrin-ge/ richtet sich nach der Erzählung des Ovidi-us^) und derjenigen Seribenten/ welche der Niobksieben Söhne und eben so viele Töchter beilegen; W-hin unter andern auch DiodoruS auS Sicilie»gekört. Die Fabel gibt die Ursache des Zornsdes Apollo und der Diana über die Niobe undihre Kinder bekantlich all/ so daß ich nicht nöthighabe, hier etwas davon zu sagen. Dem DvidinSzufolge wurden die Söhne durch des Apollo Pfeileerlegt/ als sie sich auf dem Felde einst im Ningenund Pferdetmnineln übten.
Man sieht sie daher auch auf unserm Marmor j»Pferde. Das diejenigen/ welche mit Ningen bl-
») Netain. I. 6. v. 1^6.
2) I.. 4. lc. 74.Z