Fünftes Kapitel.
A l c e st i 6.
lNumcro 86.Z
Das Basrelief in der Villa Seiner EminenzbeS Herrn CardinalS Alexander Albani unterNumero 86/ welches von einem Sarkophag genom-men ist/ stellt den Tod der AleestiS/ Gemahlindes Königs AdmetnS von Thessalien vor. Einbereits von Beger in einem eignen Werke/ das erZllcestiS betitelt/ bekant geniachter Marmor scheintdas Nämliche zu sein/ und die Zeichnung/ nach wel-cher er ihn hat in Kupfer stechen lassen/ ist vielleichtgemacht worden/ als derselbe noch besser erhaltenwar als izv/ indem hier auf der rechten Seite zwei Fi-guren fehlen/ welche vielleicht den Herkules undeinen seiner Gefährten vorgestellt haben. Das Übrigeist mit so wenig Genauigkeit und Aufmerksamkeitgezeichnet/ daß die Hauptfigur der AlcestiS ineine mäiiliche verwandelt worden/ daher Beger sieauch für den kranken AdmetnS genommen hat.Ich übergehe die übrigen Abweichungen/ welche manbei der Vergleichung des begerschen Kupfers mitdem unsrigen leicht selbst erkennen wird.
Der Gegenstand an sich ist bekant/ indem er vomEuripideS bereits'/ und da>1 auch von den ältestenrömischen Dichtern AttinS und NäviuS/ auf dieBühne gebracht worden. Die Parcen hatten inihren unwiderruflichen Beschlüssen dem AdmetnSden Tod bestimt; aber Apollo/ der den König gernfür die gute Aufnahme/ die er ihm erwiesen hatte/