Denkmale.
tauren nicht in dem Gehirn der griechischen Dich-ter entstanden, wie die Altern und neuern Mytho-graphen behaupten/ sondern vielmehr von den Ägyp-tern entlehnt sei; den diese Nation, die so viel Ver-achtung gegen die übrigen Volker zeigte/ ließ sichnicht so weit herab/ deren Sitten und Gebräuche an-zunehmen; und dieses Kunstwerk kaii leicht älter alsHomer selbst/ wenigstens als der uns von Pausa-nias beschriebene Kasten des CypseluS sein, aufwelchem Centauren abgebildet waren/ die vornMenschenfüße/ hinten aber Pferdefüße hatten.') Cyp-seluS/ Beherfcher von Korinth/ lebte dem Diodorzufolge ^27 Jahre nach der Rükkuuft der Herakli-den in den PeloponneS und kurz vor C y ru s. 2)Daraus läßt stch gegen Freret behauptend) daßdie Idee der Centauren mit vier Pferdefüßen/vondenen ich anderwärts geredet habe/-'») älter fei alsjene, nach welcher sie vorn Menschenfüße haben. Einanderer ägyptischer Centaur ist auch auf einer Ta-fel vonBasaltim Museo Clementino zu Bolog-na erboben gearbeitet. H
Wen die Hauptfigur dieses Kunstwerks eine Gott-heit vorstellte/ so könte man vielleicht auch die Cen-tauren als solche ansehen nnd sie würden sich sehrgut zu einem heiligen Gegenstände schikeii/ wen wirvorauSsezen wollten/ daß die Ägypter/ welche diese
i) I.. S. lc. 17 et >g,^> lGegen Böttiger, welcher dieCentauren aus Asien kommen läßt/ bemerkt Hug inseinem Mythos, S. 3 lo — 311, den umgekehrten Fallals viel natürlicher und der Geschichte melir angemessen^
.4) lBeschreib. d. geschnitt. Steine, < Kl. Z Mth.7S Nuin.Z
5) ?icorvn. Roms, x. Sv.