694 Denkmale.
ausgegeben/ für eine Stange zu halte»/ an W.che seiner VorauSsezung nach die unter dem Gvie-ße selbst befindliche Inschrift befestigt sei/ und glaubtalso/ sie sei ein Streife Leinwand oder eine Artvon Fahne/ und um seine Bebauptuug zu miter-stüzen, hat er die Zeilen der Inschrift umgekehrt/ miisie am Spieße der Länge nach laufen zu lassen,da doch die Inschrift im Gegentheil horizontalist.
Der Name Hebe/ der sich über ihrer Figur be-findet/ ist in dem Kupferstiche ausgelassen; warum,weiß ich nicht. Hm Originale wenigstens liest manganz deutlich und unter dem lezten Buch-
staben dieses Wortes fangen folgende drei an roi?.,,,und neben ihnen fehlt noch eine andere Zeile; so daßNLäi ein Dativ sein muß/ auf den sich die Wort«der folgenden Zeile bezogen. Auch hat die Figur ih--re Brust nicht bloß; auf dem Kupferstiche des Pa-ters Corfini hingegen scheint eS so; sie hält fer-ner nicht den Kopf nach der linken Schulter hin ge-neigt,^) sondern ganz gerade/ und man erblikt indem Gesichte eher den Unwillen über die wohlWigeHandlung des SatyrS/ als das Mitleiden, daser darin sehen will. Sie schlingt auch die rechteHand nicht um die Schulter des Herkules; son-dern hält in derselben einen Spieß in die Höhe,so daß die Spize gegen die Satyre zu gekehrt iß,als ob sie sich gegen deren Angriffe vertheidigen undsie strafen wollte. Auch von diesem Spieße siehtman nicht die geringste Spur auf dem Kupferstiche.Eine solche Vorstellung von Satyren in der Ge-sellschaft des Herkules läßt sich aus einer Stelledeö Euripides erklären/ wo Silenus von al-lerhand lustigen Streichen und vom Betasten der
t) Mcilich.)