Druckschrift 
7 (1825)
Entstehung
Seite
488
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-S83 Denkmale.

gen Dienste jener Göttin eingeweihet war. Indessenerscheint sie auch als Priesterin ans dem oben ange-führten Marmor, welcher die Reinigung des Her-kules vorstellt/ indem die unter der Figur befind,liche Inschrift dieses deutlich anzeigt, i)

Man hat bisher immer geglaubt/ daß in dervierten Zeile dieser Inschrift die lezten Worte ver-stümmelt wären. Sie sind daher von einigen Ge-lehrten suvplirt und auf verschiedene Art erkliirtworden. Ich übergehe hier den Spon, den Tol-liuS und Gori/ welche dieses Marmors erwähnen,und schranke mich blos auf die gelehrte Auslegungdes Paters Corsini ei»/ welcher glaubt/ »minüße hier lesen 2) welches so viel i cißt

als heilige Verrichtungen thun/ opfern,Allein ich glaube/ daß er/ ohne je denMarmor selbst gesehen zu haben / sich blos an denvon Bianchini davon veranstalteten Kupferstich ge-halten bat; in welchem Falle es leicht möglich ge-wesen wäre, einen Irrtum zu begehen; den wen erdie Inschrift selbst vor Augen gehabt hätte / würdeihn seine große Gelehrsamkeit und sein Scharfßn-gewiß die wahre Lesart haben finden lassen.

Der Herr Abbe Barthelemy/ der die Auf-sicht über das Münzkabiiict des Königs von Frank-reich hat/ fand Gelegenheit / den Marmor selbst zuuntersuchen/ und glaubt/ daß die leztern einzeln ste-henden Worte vielmehr die Epoche der Stadt Arg»,andeute»/^) welche ihre Zeitrechnung von der Er-richtung des GotteSdienstS derZuno/^) der W>

1) La88ii'il!evi tav. 70.^

2) liei'c. p. 6.

3) sul' les ane. inonum. p. 601.

4) Olovv?. I.IaÜL. Korn. I. 1. 1^.