Druckschrift 
7 (1825)
Entstehung
Seite
476
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Denkmale.

einem marmornen Vruchstüke/ das ich unter Nnmer,beibringe, erhoben gearbeitet ist/ hat über sei-nem Note nicht das Kriegskleid/ sondern einen lange»Mantel.

Daß auf unserm Marmor der König EurystheuShinter dem erwürgten Löwen »ach der Befreiungdes TheseuS und dicht vor den Pferden des Dio-medcS steht/ deutet an / daß die beiden vor derFigur des Königs vorgestellten Thaten nicht auf Be-fehl deS EurystheuS/ sondern aus eignem Antriebevon Herkules verrichtet sind; daher ich ewglaube/ der Löwe fei jener vom Verge Cythäro»/den Herkules erlegte/ bevor er den Befehlen dejEurystheuS unterworfen war. ') ES sei indessen/wie es wolle: der andere Löwe im nemäischen WMward von ihm zwei Jahre nachher im zwanzigste»Lahre seines Alters gelödet. E uryst h eu S bat i»der linken Hand einen Stiel/ der aber meinerMeinung nach nicht zu einem Schwerte gehört/weil die Könige dergleichen nur im Kriege trugen^)sondern eS ist vielleicht ein Peitschenstiel/ um diePferde des DiomedeS damit zu bändigen.

EurystheuS befahl dem Herkules/ daß erdiese Pferde aus Thracien nach Ärgos bringen sollte;daher der König hier nach den Pferden zu gerichtetsieht und d»S völlige Ansehen eines Befehlende»Hat. DaS Rad/ welches man unter den Pferde»sieht/ deutet eben so/ wie auf einer Gemme im Ka-binet des Herzogs Piombino zu Noni/ welche de»Raub der Helena durch TheseuS vorstellt/ eine»Wagen an/ und zwar nach Art der Dichter/ bei de-nen das bloße Rad den Wagen der Sonne bedeutet.'j

1) l'z.elx. (ükil. 1.2. v. ! 15..

2) L-iccl,. v. 626.606. (Ions, pkceniss. v. ?6ii.

Z) v. 262. Ilerc. iu?. v. 479. ^Icest. v./M