Druckschrift 
7 (1825)
Entstehung
Seite
469
Einzelbild herunterladen
 

1 Th. 2 Abschn.

469

zM Aldobrandini; da sie aber zu hoch aufge-ßellt sind, so daß man die Gestalt der Obren nichtMU beobachten kan: so weiß ich nicht/ ob sie mei-« Behauptung besiätigen. Sie mögen indessen ge-Mct sein, wie sie wollen: mir genügen die beidenidcn angeführten Stellen aus dem Platv/ und vor-züglich die zweite, in welcher er deutlich und besinntm der beschriebenen Gestalt der Pankratiastenohrenredet.

Um aber endlich nach einer so langen Abschweifungmedcr auf unsern Hauptsaz zurützukommen/ daßMlich unter der Figur des vorhin aufgeführ-ten Basreliefs Pollux vorgestellt sein müße/ undM theils weil die Obren gequetscht und zerstoßenßnd, tlieilS auch weil sie den Arm aufgehoben hält,m einer andern auf der Erde liegenden Figur ei-nen Streich zu vcrsezen: so kan ich wenigstens soml behaupten/ daß sie wegen der eben genanten Stel-lung ein Pankratiast sei. Um aber zu beweisen/ daßdieser Pankratiast den Pollux vorstelle/ bedarf eSzar keiner Weitläufigkeit. Ich brauche nur anzu-Wen, daß die Stellung der Figur die Rache an-deutet/ welche Pollux an LynceuS, dem Soh-ne des ApharenS/ nahm, welcher/ wie schongesagt, den Kastor umgebracht hatte. Man siehtzugleich ein fliegendes Pferd. Dieses gehört entwe-der der auf der Erde liegenden Figur oder dem Pol-lux selbst, der es scheint am Zaume zurükhalten zu»ollen / wen derselbe gleich nicht am Pferde sicht-w ist.

Auch selbst der Einwurf/ daß mein angeblicherPollux nicht die gewöhnliche kegelförmige Mlizem dem Kopfe habe/ kaii meine Meinung nicht wi-derlegen. Den dieses ist bei weitem nicht das einzigeÜimstwerk, auf welchem beide ZwillingSbri-der o>ineWzc erscheinen; es gibt deren mehrere/ unter denen