Druckschrift 
7 (1825)
Entstehung
Seite
468
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Denkmale.

ick glaube/ die beiden Pankratiasten/ die ehedem inDelphi befindlich waren und unter die schönste»Werte des Myron gezählt wurden,so wie auchder Pankratiast des Pythagoras von Rhegium,^)der ebenfalls zu Delphi stand. Auch der vorgeblicheFechter in der Villa Borghese bat dergleichen Oh-ren gehabt; den das' rechte/ welches angesezt,stimt gar nicht mit dem linken/ welches zerstoßen,tiberein.

Ich sagte, der vorgebliche Fechter; den da ichkurz vorher die gequetschten Ohren ganz allein denCästuarien und den Fanstkämpfern zueignete/ so habeich nun den weirern Bcwe>6 dieses aus sie allein ein-geschränkten Merkmals in einer der beiden Statuendes Kastor und Pollux, welche auf dem Capiloliostehen; den die Ohren dieser Statue sind genau ebenso gestaltet/ wie ich vorhin angegeben habe. Daßsich dieselben aber nur an der einen Statue finden,kömt ausserdem/ daß der Kopf der zweiten neu auf-gesezt ist/ auch da!,er/ weil Kastor hauptsächlichVergnügen an Pferden fand; Pollux dagegen seineHerzhafrigkeit im Faustkampf zu zeigen suchtet) wo-von ihm auch dem Lucian zufolge einige Zeichenim Gesichte verblieben.5) Hieraus folgt/ daß dieStatue mit dem antiken Kopfe Pollux selbst seinmüße. Wir haben auch noch die Abbildungen vonzwei andern Eästuarien in erhobener Arbeit in der

1) ?Iin. e. 1^3. sect. 19. n. 3.^

2) Ikid. 4.^

3) lDas linke Öhr ist ergänzt. G. d. K. 5 V. 5K. Z4 35 §.1

4) Ix. I'. III. v. 237.

Ilolat. 82l. II. 1. 26 27.)

6) Olal. et Hlcrc. 236.