Denkmale.
man mir erlauben Muße»/ das hier anzuführen, Wich hierüber aus sv vielen andern DenkmalenTraditionen in Erfahrung gebracht habe. Ich be-merkte diese besondere Form der Ohren zuerst an ei-nigen HerkuleSkopseN/ wo sie eben so wie hierin Absicht auf die Größe des' Kopfs unverhältiGmäßig und gequetscht waren: so daß ich/ anstatt dc»Künstler einer Nachläßigkeit zu beschuldigen/ msdie Vermuthung gerieth/ eS liege hierunter eine de-sondere Bedeutung verborgen / die ich auch vermitteltdes VildeS von Hektor/ das uns Philostrat«!schildert/ gefunden zu haben glaubet)
Dieser Scribent führt uns nämlich den Pal«-medeS^) auf/ wie er die Statur/ die Eigenschaf-ten und den Charakter der griechischen und tro«-schen Helden beschreibt. Hier bezeichnet er den auchbesonders die Ohren des oben angeführten trojani-schen Fürsten und sagt: w?-« daSisi:der zerschlagene und gequetschte Ohren h«-be. Die Obren hatten diesen Schaden nicht/ ickPhilostratnS selbst sagt/ in der Fechtschule erlii-ten/ den eS gab damals bei den asiatischen Volker»noch keine gymnastischen Spiele/ sondern in t>«Kämpfen mit den Stieren. Das/ was er in dichtStelle sagt: erklärt er selbst durch ditRedensart/ die er dem Nestor in den Mund legn
welches sl> viel
heißt als Ohre»/ die in der Fech tschule er-müdet sind. Ich gestehe indessen/ daß ich Mweiß/ wie man vom Hektor sagen könne/ die OM
1) ^Allegorie §. to —
2) lProtesile.us.Z
4) Idid. c> 3. Z. Z. x. 6^3.