Druckschrift 
7 (1825)
Entstehung
Seite
452
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Denkmale.

wahren Namen seines berühmten VerfertigerS/in Carneol geschnitten ist/ befindet sich zn Rom indem Kabinet des Herrn Thomas Jenkins.

Über der Stirn ragen ganz sanft zwei Hörn»wie zwei Auswüchse hervor/ welche denen der Jo/wie PhilostratuS sie beschreibt, ähnlich sini>:>)

Diese Hörner sind eines von den Merkmalen derSatyre/ besonders wen man bei ihnen / wie es derFall mit gegenwärtigem Kopfe ist/ die spizigen Oh-ren nicht sieht.

Ein anderes Kenzeichen der Satyre ausser daOhren ist die Form ihrer zerstreueten und unordent-lichen Haare/ wovon auch diefer Kopf ein Beispielliefert/ und die ganz den andern Idealen unscreZGeschlechts entgegen sind/ indem die Haare / wen ßeauch nicht immer wie beim BakchuS und Apollolang herunterhängen/ entweder gelokt oder abge-schnitten/ oder in ordentliche Strehnen abgetheiltsind. Leztere Art findet man gewöhnlich bei jun-gen Helden/ doch häufiger in Erzt als in Marmor,übrigens scheinen die Haare der Satyre das Zie-genhaar nachzuahmen; den wirklich haben sie/beson-ders wen sie alt und recht bärtig sind/ in Absichtauf den Kopf viel Ähnlichkeit mit diesen Thieren,Auf unserer Gemme ist zwar ein junger Satyrabgebildet; allein deßwegen gleicht sein Haar dochganz dem Haare der alten. Seine GesichtSzüge sindetwas earicaturmäßig/ aber doch den Zügen einessehr schönen Satyrs ähnlich/ der in der Villa Sei-ner Eminenz des Herrn CardinalS AlexanderAlbant befindlich ist. Man gab diese PhysioM

1) Vit. I. i. e. 19.

2) Leiiec. 1'roaä. v. 536.