Druckschrift 
7 (1825)
Entstehung
Seite
423
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1 Th. 2 Abschl!.

Auf diese Art köiite man den auch das Prädicat^ welches den Hören in einem der ho-

merischen Hymnen beigelegt wird/ mit dem Tanzereimen, wen man cS erklärte: Die Höre»/ wel-ch c i n einem Kreise herumtanze n.

Ich weiß nicht/ ob Joseph Scaliger in sei-ner Auslegung dieser Hymnen dieselbe Idee gehabth,it, indem er dieses Wort durch übersezt.

DaS Wort kömt/ so viel mir bekant ist/

in keinem andern Autor vor / daher es auch demHeinrich StephanuS in seinem Thesauro ent-liischt ist. Ich gestehe indessen/ daß ich das Verbumwelches umzingeln oder umgeben be-deutet, nirgends gebraucht gefunden habe/ wo vomTanzen die Rede war.

Indem ich so über das Tanzen/ als über ein un-terscheidendes Merkmal der Hören/ nachdenke/ scheintcS mir/ daß das Wort ans einer NedenS-

! litt des Philost ratuS: zu erklären

! sei/ welche derselbe braucht/ wo er vom Tanze dieser! Göttinen auf einem alten Gemälde spricht. Dendie Präposition -rcx- kan eben sowohl wie Äv» das! Herumdrehen beim Tanzen bedeuten. DaS Wortkomt auch bei andern Zlutoren vor, wen sie vomTanzen rede»/ wie z. B. beim Euri-

pideS. >) Die tanzende Stellung selbst/ in welcherfünf sehr schön erhoben gearbeitete Figuren in derVilla Borghese vorgestellt sind/ hat VeranlassungMben/ ihnen geradezu den Namen der Hören bei-zulegen/ obgleich die Zahl nicht mit ihnen überein?lliiiit. Indessen/ glaube ich/ kan man mit einigemErunde annehmen/ daß es wirklich die Hören sind/wie sie mit den Gratien oder mit der Harmo-pia und Hebe tanzen, indem auch Homer sie als

i) Heien, v. iZsL. v. 1Z27..