Druckschrift 
7 (1825)
Entstehung
Seite
422
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Denkmalt.

selbst wird von EuripideS gebraucht/ indem er vonder Zeit spricht.

Man kan indessen die ungewöhnliche Übersezung,welcher die Ausleger bei der gedachten Stelle imPin dar folgen / nicht annehmen / noch dem Worteden oben erwähnten Sin andichten/ ohnedem hohen Gedankcnfluge PindarS Unrecht zu thun;den so würde das' ganze schöne Bild verschwinden,welches aus der Hdea entsteht/ daß der Dichter seinLied an die Göttinen der Jahreszeiten oder andie Hören richtet/ indem der gemeinen Erklärungnach diese ganze so dichterische Stelle in ein gemeinesGeschwäz überginge.

Ich halte mich an die gewöhnliche Bedeutung desVerbnmSwelches nicht nur das Umwäl-zen und Umdrehen gewisser Dinge (wie es oftvon EuripideS gebraucht wird^) sondern be-sonders das Umdrehen beim Tanzen bedeutet/wie man beim Pindar^) und beim EuripideSsehen kan. Dieser sagt von den Musen:

Die sich im schönen Chortanz drehen^)

und so noch in verschiedenen andern Stellen seinerTrauerspiele. 5) Daraus erhellet/ daß man diesesWort beim Pin dar von den tanzenden Hören er-klären müße/ indem sie so vom PhilostratuS beschrie-ben und auf unsern Kunstwerken abgebildet werden,

») Rt.'1'cul. für. v. 67».

2) Ore8t. v. 1266. 129Z. »379. v. 3. 242.718.

1 166. i iyZ. ^on. v. Z97. »»64. 1 604. >Vn6roiu. v. 426.

446. Iroall. v. »16. 766. Laccl». v. 1121.

3) I. v .7.

4) llercul. tur. v. 690.

5) IK16. v. 690. 927. l'roQll. v. 3. 333.