Druckschrift 
7 (1825)
Entstehung
Seite
368
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Denkmale.

Dichters' erklärt. Auf dieselbe Art sieht man ei-nen kleineil Amor mit andern seinesgleichen aufeinem achtekichten Altare im Museo Capitolino/und auf zwei geschnittenen Steinen des stoschisch e »Kabinets abgebildet.

Die verliebte Leidenschaft/ nach unsrer Allegorie,sinket nun weder Trost noch Rast; sie suchet/ umso viele Leiden zu endigen / sich des Lebens zu be-rauben, und der steile Fels kan diesen schreklichcnEntschluß anzeigen. Doch kan der Fels auch jene»berühmten leukadischen Fels vorstelle»/ den man alsdas lezte Mittel gegen die Liebe für diejenigen ansah/die Muth genug hatte» / sich von da herabzustürzen.Auf der Svize dieses' Vorgebirges war ei» Tempeldes Apollo; und an einem seiner feierlichen Festeward jährlich ein Verbrecher von diesem Felsen her-abgestürzt. Diese Strafe hielt man für ein Gühii-opfer/ das man den Göttern bringen müßte, um dasUuglük, das den Staat bedrohet-/ abzuwenden. DerVerurtheilte ward erst ganz mit Vogelfedern beklei-det/ um ihn in der Luft zu erhalten; und unter denAbhang waren Nachen gestellt/ um ihm das Lebenzu retten. Hernach verbaute man ihn aus dem Lan-de,- um die Absicht der Ceremonie zu erfüllen.^)

Der Sprung von diesem Felsen war anch derlezte Ausweg/ den die hofnungsloseii Verliebten such-ten. Man behauptet/ das CephaluS/ um sich vonseiner Liebe zu PtaoluS zu heilen, der erste war,der diesen Sprung that; und daß Sappho, diekeine Gegenliebe von Phaon erhielt, sich ans die-selbe Art zu heilen versuchte. 4) Auch soll die-

1) Luitl. V.

2) L2 Kl. I l Abth. Numero « 2S 630.)

Z) 8t.rad. I. 10. 2. Z. 9.^

4) Luid. v. Zsc-T-pw. Lcali^er. in Oirin. x. 69. tLlrali. I. c.)