1 Th. 2 Abschn.
Iherculanischen Akademiker behaupten;^) den nirgendsfindet sich eine Abbildung von ihr/ die ein wirklichesMaß in Händen hielte.
Bei Ergänzung dieses Bildes suchte man einenpassenden Kopf/ der den fehlenden ersezen tonte;unter vielen andern fand man einen gethürmten mitder Größe am besten übereinkommend. Auf den er-sten Anblik schien er den Gelehrten nicht schiklichzu sein; allein eine große Münze deS MacrinuSzeigt/ daß die Thürme eben sowohl der Nemesisals der Cybele zukommen.^)
Um den aufgesezten Kopf mit dem Bilde/ dasder angeführte Dichter uns von der Nemesis gibt/lind mit der Vorstellung dieser Göttin auf den mehr-sten geschnittenen Steinen völlig übereinstimmend zumachen/ würde weiter nichts fehlen/ als daß manden Kopf etwas mehr vorwärts beugte/ damit sieherunter und gegen die Brust zu sähe. Der Dich-ter deS angeführten Liedes sagt:
Immer bliken deine Augen zum Busen
Hera b.
Mit diesem nachdenkenden Blike malt er die Göttin,welche die Art/ gerechte Handlungen zn belohnen»nd die Beleidigungen zu rächen/ bei sich überdenkt.
Ich will hier nicht von andern Einbilden! derNemesis reden/ die nicht zu der kleinen hier vonmir angeführten Bildsäule gehören; ich schränkemich blos auf den Zweig eiii/ den dieselbe Gottheit/mit großen Flügeln auf dem Ricken / auf einem
1) t. 3. iciv. 10. x. 52. n. ic>. t. p. 2^2.11.4. Mlch Herder lehauptet, daß ein wirklicher Mafi-stal' ihr Attribut sei.^I
2) LuvNJ!'!'. 1. e.