Denkmale.
selben gar zu vernachläßigen und zu vergessen scheinet!aber hernach ergreift sie dieselbe»/ wen sie es amwenigsten vermuthen/ und überhäuft sie nach Ver-schuldung mit Strafen/ die den Verbrechen ange-messen sind. Zugleich wird dadurch sinbildlich derUrsprung der Nemesis ausgedrillt; den sie heißtbei Einigen eine Tochter der Nacht.
Der Nemesis Arni/ welcher auf solche Art dasGewand iu die Höhe hebt/ bildet das Maß ab/ dasdie Griechen und eine Elle/ nanten;^
man nahm es vom Ellenbogen bis zum mittlern Ge-lenk der Finger. Diese Stellung lau die genaueBelohnung andeuten/ womit die göttliche Gerechtig-keit die Handlungen der Sterblichen abmißt; wieuns die Worte lehren!
die man von derselben Göttin in dem Liede einesalten ungenanten Dichters liest/ welches nach demSchall der Leyer pflegte abgesungen zu werden. ^Diese Worte finden sich in einer alten Handschriftauf folgende Art verbessert: 4)
Immer missest du das Leben mit der Elle.
Doch war dieses der Nemesis in einem griechischenSingedicht zugeschriebne Maß kein wirklicher Stab/5)den sie in Händen trug/ wie Bon a v e n tura Vul- >caniuS/6) NeinesiuS/?) Küsters) und die
1) Hesioä. l'IievAvn. v. 223. pausan. I. 7. 6.^
2) ^^nalecta, t. 2. x. 292. Oonf. p. 367.^
Z) 8)'nes. epist. 94. ^1. 236. et ex eo 8ui6as v. Z>!ss^/.ss-/5.
4) Hleiu. c^e <?e? in-zer. t. 5. 187.
6) ^.4.nulect. I. c. ei ^aeok-i'n
6) In e^i^i'. .icl (üallim. (^er. v. 67.
7) Var. lect. 1.3. ^>.673— 674«
L) Ill 3ul(1. V. 57-X"/l>1'.