Achtes Kapitel.
Nemesis.
Mumero 25^
Nemesis/ oder nach Plato die Göttin deraustheilenden Gerechtigkeit/^) die Verkünden» derGerechtigkeit/ die Tochter des' SchiksalS/ findetsich häufig auf Münzen/2) und auf geschnitteneilSteinen;-^) aber einzig ist ihre kleine marmorneBildsäule in der Villa Seiner Eminenz deSHerrn CardinalS Alexander Albani/ hier unterNumero 25.
Diese Figur war vor ihrer Ergänzung ohne Kopfund rechren Arm / imgleichen ohne Flügel/ nach Artder ältesten Bildnisse der Nemesis. Es waralso kein ander Abzeichen da, um sie zu erkennen/als das Heraufziehen ihres GewandeS über die Brust,mit der linken Hand; i» welcher Stellung man be-ständig diese Gottheit abgebildet findet.
Der geheime Sin des mit der Hand zusammen-gefaßten/ und zur Vedekung nicht allein der Brust,sondern auch des GesichtS/ heraufgezogenen Gewan-des, ist wohl die heimliche Kraft der Gerechtigkeit,die Nemesis ausübt. Dftmal zögert sie zu erschei-nen/ und die Verbrecher zu strafe»/ so daß sie dic-
>) 1 .4. I>, 417.
z) We schreib. d. <ze schnitt. Steine, 2 Kl. l7 ?Ilth.
I8I0 Num.Z
4) pausiui. I. 1. ^c. ZZ>^I