216 Denkmale.
kante die Güte dieses RathS/ da sie in dem belln,Wasser eines Flusses sich spiegelte; und soll die Flö-ten weggeworfen haben, y die MarsyaS hernachauflas. Dieses war auf einem Basrelief abgebildet,das sich ehemals zu Rom im Hause des Ottavj»Capranica befand / und wovon die Zeichnung un-ter denen ist/ die der Commendator del Pozzo ge-sammelt hat.
Zum Theil zeiget sich dieselbe Fabel auf unserm Ge-mälde abgebildet. Minerva ist da, ohne ihre Ägide,ohne Schild und Lanze/ gleichsam nm ganz für die Mu-sik zu sein. Doch hebt sie eine Hand auf in der Bele-gung/eine von ihren Flöten wegzuwerfen. Die weiblichePerson, die zu den Füßen der Göttin auf der Erde sizt,mit dem Ellenbogen des rechten Arms auf eine Urncge-stüzt/und die linke Hand auSgestrekt/ gleichsam um die IFlöten anzunehmen/ scheint die Abbildung eines Flus-ses zu sein; und in der That entdekte Minerva,dem PropertiuS zufolge/ die Häßlichkeit/ die das !Flötenblasen ihrem Gesichte zuzog / als sie sich m >Flnße Mäander sah.
ES ist nicht ganz ungewöhnlich / Flüsse in weib-licher Gestalt zu sehen. Herr Thomas Jenkiitt,ein Maler zu Rom/ der öfter in diesem Werke ge-nant wird/ besaß einen solchen Fluß in schöner Ma-nier/ und mit den Attributen/ die bei solchen Abbil-dungen zu sein pflegen. Ein anderer Fluß in weib-licher Gestalt, mit dem rechten Ellenbogen/ wie ge-wöhnlich/ ans eine Urne laufenden Wassers gestüzt, !und mit einem Schilfrohr in der linken Hand/ iß jauf einem Basrelief in der Villa Seiner Emi-
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