Fünftes Kapitel.
Minerv a.^
lNumero l7-1I.
Nnschäzbar ist die Statue der Minerva in derVilla Seiner Eminenz des Herrn CardinalSAlexander Albani/ die hier unter Numero 17vorkamt/ nicht blos in Ansehung der griechischen Bild-hauerei vom ältesten Styl/ und der gänzlichen Voll-endung der Arbeit/ wovon ich in der vo rläufigenAbhandlung geredet habe;^) sondern auch in An-sehung der Ägide und des Gürtels.
Diese Ägide zeigt mehr als jede andere/ wohersie ihren Namen hat/ nämlich von dem WortZiegenfell/ und besonders von der amalthei-schen Ziege;2) da man hier Minerva nicht al-lein an der Brust/ sondern auch am Rüken damitbedekt steht/ so wie man auf geschnittenen Stei-nen und Vasen einige Schäfer mit einem Felle be-kleidet findet. Hinten reichet ihr die Ägide bis aufdie Beine; und so lang pflegen auch die Felle beiden Schäfern zu sein. Von derselben Gestalt ist dieÄgide einer Minerva auf einem geschnittenen Stei-ne/ den ehemals der Nitter Odam in Rom besaß/und auf einer antiken Lampe; ^) ste hängt ihr daselbst
1) c<I- d. K- 8 B. t K. iZ §. Note,)
2) Diacon. in Ilesio«!. scutuiu. Ilerc. V. 260.
)) Li.'ilvi'i I^ucern. x. 2. t. 33.