26S
Denkmale.
Auf einer antiken Paste, die Herr ChristianDehn besizt/ ein Liebhaber der schönen Künste/ d«sich in Rom aufhält/ ist Jupiter auf dem Adler,und schleudert den Blij gegen Semele/ die so wieauf der stoschischeu Paste zu Boden auSgestrektliegt. Man merke hier im Vorbeigehen/ daß die vomBlij getroffenen Menschen für heilig gehalten wur-den; daher nent EuripideS den Leichnam desdurch einen solchen Schlag gestorbenen Kapaneusheilig.^) Auch Pluto/ Jupiters' Bruder/ wirdvon demselben Dichter^) und vom Philostrat^)als geflügelt beschrieben. Selbst Bakchus/ scheinteS/ war geflügelt in der Statue zu Sparta/ diehieß; welches' Wort nach Pausanias einen Flü-gel bedeutet. MomuS wird geflügelt in einen,griechischen Epigram erwähnt. 5) Unter den bekaii-testen weiblichen Gottheiten mit Flügeln stehet Mi-nerva oben an. ÄschyluS/ da er den besonder»Schuz/ den Athen von dieser Göttin genoß/ aus'drii-ken will/ sagt: daß diese Stadt unter den Flügel»der Göttin stehe. 6) Die Fabel gibt ihr Flügel bi-
ze, meint er, feie» später auf den Stein gesezt. Weiler dieses beweisen töntet
1) Lu^plic. V .9Z5. (5onf. Lin 'iieZ. ad Ii. I.
2) ^Icest. v. 216.
3) 2. icon. 2g. 353.
4) I., 3. c, 17. lNichr von Sparta, sondern Von A»n>!klä redet Pausanias; und nicht die Bildsäule/ son-dern den Gott selbst »anten die Einwohner (dciiso wird iezt im Teirte gelesen,) weil der Wein die Men-schen auf Fittigen erhebt, und Dionysos, nach einemandern Autor, selbst Pferde und Esel beflügeln kaii. -kri-
I. x>2g,)
Z) t. 3. p. 207.^
L) LuiuerüiZ. v. loo-j.