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Vorläufige
ja es wurde an jungen Leuten als eine Niederträch-tigkeit angesehen/ nur zu wünschen/ einPhidias zuwerden. Indessen beförderte dieser Kaiser so vielals möglich die Kunst auch dadurch/ daß er verdien-ten Männern Statuen sezen ließ; so ehrte er das An-denken des Vindex/ welcher im Kriege wider dieMarkomannen geblieben war/ durch drei Statuen. >)s. 197. Diese lezte Epoche der Kunst/ welchedas Jahrhundert des Trajanus/ Hadrianusund der Anton ine in sich begreifet/ endigte mitdem Commodus. Das Brustbild dieses Kaisersim Museo Capitolino/ das ihn in seiner Ju-gend vorstellt/ kan mit den schönsten Bildnissen wett-eifern; jedoch immer mit Ausnahme der Haare/ diefast nur allein mit dem Bobrer/ mühsam und klein-lich ausgeführt sind/ und sich dadurch von der Ar-beit der Haare in früheren Zeiten unterscheiden. 2)Von dieser Bemerkung sind selbst die schönsten Kö-pfe der Antonine und besonders die zwei berühm-ten des Lucius Verus und des Mareus Au-relius^) von fast kolossaler Größe nicht ausge-schlossen/ da man auch an ihnen die Haare auf die-selbe Art gearbeitet findet.
§. tS8. Diese Bemerkung allein war hinreichend,die Unwissenheit dessen auszudeken/ welcher zuerst dieStatue des Herkules im Hofe von Belvedere fürein Bildniß des CommoduS ausgegeben.^) DieseStatue ist der blühendsten Zeiten der Kunst würdigund sie übertrift/ selbst abgesehen von der Vortref»
2) LG. d. K. 12 B. 2K. 12 §.z
3) lG. d. K. 12 B. 2K. S §.)
4) M-lllei roccvlta <I> Statue, tav> 5. Schott. Itiner. It-I,x- 4> >- lG- d. K, 12 B. 2 K. 13 — t4 §. Unter denAbbildungen Numero lvl.Z