Abhandlung ie.
lichkeit der Zeichnung / in der Arbeit der Haare alleFiguren des Herkules auf der Welt.
§.199. Weil man wußte/ daß Com modusgern für den Herkules gelten wolltet) und weiler auf seinen Münzen/ um ihn dem Herkules ähn-licher zu machen/ mit einer Löwenhaut auf dem Ko-pfe und mit einem kürzern Barte als in feinenandern Bildnissen erscheinet: so hat man die Ver«innthung gemacht/ daß er auch in der Statue,von welcher wir reden/ abgebildet sei; um so mehr/als man sich einbildete/ daß durch das Kind/ wel-ches die Statue auf dem linken Arm trägt/ dasje-nige angedeutet fei, welches diesem Kaiser zum Zeit-vertreibe diente/ und hernach Ursache seiner Ermor-dung ward / da es ein Verzeichniß der von eben die-sem Kaiser zum Tode Bestimten aus dem Fenstergeworfen hatte, und dieses Verzeichniß wurde vonden Verschwornen aufgefunden.
ß. 200. Aber das Kind/ welches unsere Statueauf dem Arme trägt, ist ein ganz anderes. Manglaube indessen nicht/ daß ich eS/ wie Andere thun/^)fiir den HylaS halte/ weil ja dieser/ als Herku-les ihn kennen lernte/ schon herangewachsen war/so daß er von ihm beim Argonautenzuge mitgenom-men wurde. Deßhalb ist der von den Nymphe»geraubte Hylas als Jüngling, nicht als Kind,vorgestellt auf einem alten Denkmale aus vielfarbi-
1) in lüommocl. c. 9. Mey ev.
2) Heroclian. I. 1. c. 17. n. 3— 4. I^G. d. K. 11V. 1K.10 §. Note.)
Z) Venuü numm. ^lk. Val!c. tük. 116. Vaillant riumlu.niu8. 63.
4) ^.pvUon. I. 1. v. 1207. ms-
iamvi'pk. n. 26. 1^7. I. 1. c. 9. sect. 19.