Abhandlung ic. 235
Hand des berühmten PhidiaS; aber die Vauver-ständigen in Athen überredeten denMemminS, daßdieses Werk/ welches aus Gold und Elfenbein zu-sammengesezt war/ Schaden leiden würde/ wen manes bewegen und von seinem Orte rüken wollte; eSunterblieb also diese Unternehmung. ') Der Schade/den diese Statue gelitten / da sie zu den Zeiten des'ZulinS Cäsar vom Blize getroffen worden /muß also nicht beträchtlich gewesen sein/ da mansie späterhin nichts desto weniger zu entführen Wil-lens war. Zu solchen Gewaltthätigkeiten wurde Ca-lignla nicht aus' Liebe für die schonen Künste ver-leitet/ sondern aus einer rasenden Habsucht; den zueben der Zeit/ als er in Griechenland die Tempelund öffentlichen Gebäude aller i-irer Statuen be-raubte, ließ er in einem Anfalle von tollem Neidealle die Statuen berühmter Römer niederreissen undzerschlagen/ welche AugustuS im MarSfelde errich-tet hatte. 2)
§. >77. Aus dieser den Griechen ertheilten Frei-heit/ ihre Verfassung zu behalten/ möchte man viel-leicht den hieraus entstandenen Nuzen erweisen wol-len. In solchem Falle würde ein Werk der Bild-hauerei in der Villa Ludovisi/ welches in einerGrupe von zwei Figuren besteht/ und gemeiniglichsür eine Arbeit aus der Zeit des Kaisers Claudiusgilt/ hierher gehören. ES ist unter dem Namen deSPätuS und der Arria bekant/ weil man sich ein-bildete/ daß in der mänl-chen Figur der römischeSenator PätuS/ ein Teilnehmer an der wider
1) Kukton. N1 (ÜQÜZ. c. 22. Oass. 23. I?ausan. IX.
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2) I5u5e!z. 6e pr.'vpai'. lüvnnH. I. 4. c. 2.
Z) Suewll. iu OaÜA. c. Z4. lG. d. K« ! B. 2 K. 2Z §.?