Druckschrift 
7 (1825)
Entstehung
Seite
206
Einzelbild herunterladen
 

206

Vorläufige

Inschrift nicht mehr sieht/ weil cr größtentheilsneu ist/ so wie der meiste Theil der Figuren selU§. 138. Das Gegentheil wird von den meistenAutoren vorgegeben/ und/ wie ich mir vorstelle,aus einem Mißverstände der Nachricht VafariS.>)Es ist wahr/ dieser Scribent sagt in dem Lebe«deS Michel Angelo Buonarroti/ daß diese-Werk aus einem einzigen Steine und ohne Stüke ge-arbeitet worden; aber cr hat sagen wollen/ wie deiAugenschein beweiset/ daß dasselbe vor Alters ohn,Stute bestanden/ und nicht/ daß es ohne Mangelirgend eines StllkS bei der Entdekung auSgegrabeiworden/ wie man aus seinen Worten schließen will,-)Eben daher/ und weil man nicht gewußt hat/ da>Neue von dem Alten zu unterscheiden/ ist das umr-fahrne Urtheil desjenigen entstanden/ welcher diese-Werk des Meißels eines griechischen Künstlers nichwürdig geachtet/ und es für eine Arbeit der römischerSchule gehalten hat. Die Ergänzungen/ von einein gewissen Battista Bianchi aus Mailand ge-macht und in dem Style seiner Zeit/ das ist: olmdie mindeste Kentniß des Altertums/ sind au de,Figur der Diree/ die an den Ochsen gebunden ist,der Kopf und die Brust bis auf den Nabel/ nebst bei-den Armen/ wie auch der Kopf und die Arme der Antiope; an den Statuen des Amphiou und Ze-thuS ist blos der Numpf alt/ und an beiden nmein Bein; an dem Ochsen sind die Beine und derStrik neu. Was hier alt ist/ als die Figur der An-tiove/ den Kopf ausgenommen/ und der sizende

1) Vite «le' 1-1 ü cccell. pittori, VI!-l iZ! McliLlang. l>6>

6. x. 264.

2) <1! Ltatuo inv. 4L. <!<; Ici sculxt.one. tZlZ8 t. 25. Alem. x. 3^5.

Z) I^icoroni le Lin^ol. 61 11106. c.7.