Vorläufige
tue von solcher hohen Vortreflichkeit dem Jahrhun-dert des LyfippuS zueignen könne/ so wollen wiruns besonders auf das oben angeführte Urtheil desPlinins berufen/ weil dieser Scribent nicht gewagthätte/ die Statue jedem andern Werke der Bild-hauerei und Malerei vorzuziehen/ wen die Künstlerderselben nicht ans dem Jahrhundert der schönstenBlüthe der Kunst gewesen wäre»/ zumal/ da die lei-denschaftliche Vorliebe für das Altertum zu den Zei-ten des PliniuS nicht weniger groß war als inunfern Tagen. Ein übrigens scharfsinniger und ge-lehrter Schriftsteller in Deutschland könte mir hierden Einwnrf machen,, daß die Statne des Laokoon,welcher PliniuS so große Lobsprüche beilegt/ seinerMeinung zufolge erst nach der Zeit des VirgiliuSverfertigt sei. >) Allein das weit frühere Alter derStatue erhellet deutlich aus der Form der Buchstabenin der kurz vorher angeführten Inschrift/ und ammeisten aus der Arbeit selbst/ welche bei einer Ver-gleichung mit den ältesten und vollkommensten nochvorhandenen Werken/ besonders wen man die Köpfeder beiden Söhne betrachtet/ einen und denselbenSt>)l mit den Köpfen der Ringer in Florenz zuhaben scheinen. Und diese Ringer sind Söhne derNiobe/ wie ich bei Numero 8^ der Denkmale die-ses Werks zu beweisen hoffe.
K. 136. Mit mehr Grunde kan man in die Zeitender Kaiser das erhobene Werk sezen / welches die Aussöh-nung desHerknleS vorstellt/^) und von dem sehr ge-lehrten PaterEduard Corsini mitgrofiem Scharf-sinne und vieler Kentniß erklärt worden. DieserScribent fezet das Werk wegen der angeblichen Vor-
t) lL e ssi n g. — G. d. K. a. a. S- und die Veila g e»/>
2) lG. d. K. SB- 2K. 28 §. u, S B. Z K. t?§. Note.)
3) lG. d. K. 7. B. t K. Ä §.^I