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7 (1825)
Entstehung
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122
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Vorläustge

und der Künstler sich erhebet/ verfuhren sie in Vor-stellung der Figuren aus der Heldenzeit mit gleichbescheidenem Maße des' AuSdrukS. Die Leidenschaf-ten/ welche sich an denselben äusser»/ sind allezeitder eigentümlichen Fassung eines' weisen Mannes ge-mäß/ welcher die Aufwallung der Leidenschaften un-!terdrüket/ und von dem Feuer nur die Funken zeiget/ !das Verborgene in ihnen aber den entdeken läßt/ ^welcher es erforschen will. In diesen Figuren aus !der Heldenzeit bemerket man immer einen weisen!Mail/ welcher zwar bewegt wird/ aber/ wie Plu- !tarchuS saget/ nach Art eines' Schisses', das' durch Iden Anker befestigt ist. >) Weniger ist hier demKünstler als dem Dichter erlaubt: dieser kan seineHelden vorstellen nach ihren Zeiten / wo die Leiden-schaften nicht durch die Regirung oder den gekünstel-ten Wohlstand des Lebens zurükgedrängt und ge-schwächt waren; jener aber/ da er das Schönstewählen muß/ ist in Hinsicht der Leidenschaften aufeinen gewissen Grad des AuSdrukS eingeschränkt/welcher der Schönheit nicht nachtheilig werden soll.

§. 33. Um zu erkläre»/ was ich behaupte/ weißich keine berühmteren und vollkomneren Beispiele alsdie Niobe und den Laokoon/ von welchen daserste ein Bild der Furcht vor dem gegenwärtigenTode/ das andere ein Bild des' höchsten Leidens undSchmerzes ist. Sowohl Niobe die Mutter/ alsauch ihre Töchter/ auf welche Diana ihre tödlichenHfeile gerichtet hat, sind in dieser Todesfurcht, mitübertäubeter und erstatteter Empfindung vorgestellt,wan der gegenwärtige Tod der Seele alles' Vermö-

Pl utar chu § sagt »uv: » Unsere Seele ist die Lust,

„ welche uns regirt.

2) lW, d. K- SB- ZK. 13—14§> SV- 2 K. 26 —Z0§,

!0N- I K- 16 §>)