Druckschrift 
7 (1825)
Entstehung
Seite
120
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i2a Vorläufige

gen der Gebärden und der Haltung des Körvers' aus-geben. Dieses vorauSgesezt, verhält es sich mit demAntheile/ welchen die Schönheit an dem AuSdrukund der Handlung hat/ oder mit der Schönheit die-ser beiden Eigenschaften/ wen sie sich zu der Gesialtdieser oder jener Person gesellt/ eben so wie mit demBilde dessen/ der sich in einer Quelle spiegelt/ in-dem dasselbe nur deutlich erscheinet/ wen die Ober-fläche des Wassers unbewegt hell und rubig isi. DieStille und die Nube isi derjenige Zusiand/ welcherder Schönheit/ so wie dem Meere/ am eigentlichstenzukömt. Der AuSdruk und die Handlung deuten inder Zeichnung wie in der Natur auf den handelndenoder leidenden Zustand der Seele; die Schönheitwird nur dan völlig im Gesichte zu erkennen sein,wen das Gemüth heiter ist und frei von jeder, oderwenigstens von jener heftigen Bewegung/ welche dieZüge, aus denen die schönen Formen bestehen/ z»trüben und zu zerstören pfleget.

s- 30. Wen daher die griechischen Künstler inden Bildern von dieser oder jener Gottheit das Höchsteder menschlichen Schönheit vorstellen wollten: so su-cheten sie mit den GesichtSzügen und der Handlungderselben eine Stille zu vereinigen/ welche auch nichtdas Geringste von Bewegung und Leidenschaft ver-riethe, weil solches der Natur und dem Zustandeder Gottheiten, zufolge der Philosophie/ fremd war.^)Die in einer solchen Stille und Ruhe vorgestelltenFiguren offenbarten ein vollkommenes Gleichgewichtder Empsindung/ und dieser Zustand allein kontt. dem Gesichte des Genius/ welcher in der VillaBorghese aufbewahrt wird/ jene hohe Schönheit

») I'srem, ja (»sie ozniscul, w^tliolvA. z>> 674.

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