Abhandlung tc. 119
wodurch eine erhobene und Adlersnase bezeichnet wird,so daß es bei diesem Gegensaze nicht ans ein mitGratie begabtes Äussere angewandt werden kan.Lucretius/ bei welchem das lateinische Wort 8i-MUS, Simulus, von dem griechischen ---^--5 genoinmeil/gleichbedeutend ist mit ----kn»-?, Sileuns, erklärt undenthüllt vielmehr den Sin des Plato/ wen wirnach dem bekanten Gaze / daß zwei Dinge, die einemdritten gleich sind/ auch unter sich selbst gleich seien/unsern Schluß machen. Da nun --<//.<-? gleichbe-deutend mit ---ix?!»--? ist, so ist auch gleich«bedeutend mit und da unter der Benennungder Silenen bei den Griechen auch die Satyriund Faune begriffen sind/ so kan diesen ebenfallsdie Gratie zugeeignet werden; eben so kan <---^«5vom Amor gesagt in einer griechischen Sin-schrist/ durch sein mit Gratie vermischtes aberschalkhaftes Lächeln erkläret werden. 2)
Z, 28. Von der absoluten Schönheit der For-men/ oder von der linearischen Schönheit/ kommenwir auf den Antheil/ den der Ausdruk und dieHandlung an derselben haben/ welche Eigenschaf-ten für den Künstler das erste/ das zweite unddas dritte Erforderniß sind/ so wie es dem De-mosthenes zufolge, die Action bei dem Rednerist. Z)
K. 29. Man kan sagen/ daß der Ausdruk gewis-sermaßen die Handlung mit in sich begreife/ weiler die Quelle von dieser ist und seinen Siz haupt-sächlich im Gesichte hat/ von wo alle Veränderun-
1) Oe rcr. natur. 1. 4. v. 1162.
2) ^nalect. t. i. p. 26. n.91. v. 4. x. 27. n. 96. v. 3. x.16. n. 62. v. 3.
3) sOic. Lrut. c. 33. alias 37. Oratvr. III. 66- Ora-wr, 17. G. d. K' 5B. ZK. 2§.^l