Abhandlung tt. 116
stellt sei/ läßt sich durch das Zeugniß des Tragödien-dichterS Seneca beweisen / welcher uns lehrt/ daßPluto Ähnlichkeit mit dem ^u^i^crkulminsns hatte/das heißt: mit dem Aussehen/ welches für den Ju-piter paßte/ wen er im Begriffe wäre / seine Blizegegen die Giganten zu schleudern.^) Ausserdemist auch ein Pluto mit einem Schcsfel auf demHaupte/ nach Art des Jupiter SerapiS/ aufeinem erhobenem Werke in dem bischöflichen Hausezu Ostia/2) und auf einem geschnittenen Steine zusehen. 5) Mau crkcnt ferner solche Köpfe des Plutoauch an den Haaren/ welche über der Stirn herun-terhängen/ da die Haare des Jupiters sich vonder Stirn erheben/ wie ich später zeigen werde.Dieser gegründeten Bemerkung zufolge glaube ich/daß ein fast kolossaler Kopf in derVilla Panfili/^)und eine Büste in der Galerie des Großherzogs vonToscana/5) gleichfalls mit einem Scheffel auf demHaupte/ beide den Pluto vorstellen,
§. 23. Der sehr schöne Kopf der einzigen Sta-tue deS Neptunus/ zu Rom in der Villa Mepi-ci/ scheint nur allein im Barte und in den Haarensich von den Köpfen des Jupiters etwas zu un-terscheiden. 6) Der Bart ist nicht etwa länger/ oderso/ wie er bei andern dem Neptunus untergeord-neten Meergöttern zu sein pflegt/ das heißt: ge-strekt und gleichsam naß/ sondern er ist krauserals beim Jupiter/ und der Knebclbart ist diker;
1) Ilercul. I^ur. v. 721.
2) lG. d. K. 5 V. 4 K. 30 §. Note.1
3) satter, xierr. Zravees xl. 33.
4) lG. d. K. 5V. 4K. 30 §. Note.)
6) HIus. k'lorent. t. 1. tsl). 62. .
6) tG. K. 5B. 1 K. 36-—35§.1