Druckschrift 
7 (1825)
Entstehung
Seite
111
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Abhandlung tt. 111

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7--a^ ^a-iKu-nem/ welche Art des Ausdruks Cicerodunkel und unverständlich findet.

§. 16. Der berühmte Bernini konte sich nichtin die von den alten Künstlern befolgte Weise/ dieSchönheit aus vielen Theilen derselben/ welche sichin der Natur bei verschiedenen Einzelwesen zerstreutfinden/ zu vereinigen. Dieses erhellet theils ausseinen Werken/ theils aus dem Umstände/ daß er dieErzählung/ Zeuxis habe/ um eine Juno in Kro-tona zu malen/ die schönsten Theile von fünf schö-nen Jungfrauen in dieser Stadt ausgewählt/ sürungereimt und erdichtet ansah/, weil er sich einbil-dete/ ein bestimteS Theil oder Glied reime sich zukeinem andern Körper , als dem eS eigen ist. Alleiner nmßte beweisen/ daß entweder die Schönheiten/welche man an den einzelnen durch die Kunst hervor-gebrachten Figuren der Alten wahrnimt/ sich allezusammen an einer Person in der Wirklichkeit ver-einigt vorfinden/ oder daß die Wahl der schönstenTheile und deren harmonische Verbindung zu einerFigur unstatthaft sei.

K. 17. Der höchste Begrif jugendlicher Schön-heit wurde den Figuren des Bakchus und Apollozugeeignet. Diese Gottheiten zeigen unS/ vermögeder ihnen von den Dichtern gegebenen Vereinigungbeider Geschlechter/ in ihren auf uns gekommenen

1) O« n->t> Oeor. I. >. c> ig et2Ü.

Der Torso des Nevtunus vom westlichen Giebel desParthenons vernichtet das Ansehender Behauvtung Win-ckelmans, daß die Griechen alle göttlichen Figurenohne Nerven und Adern gebildet, den das Schwellen derHaut ist daran bewunderungswürdig. S cd 0r n.

2) vülciuiuccl Vit. ,Ii Leiuiui. p, 70.

Nicht um eine Juno, sondern um eine Helena sürden Tenivel der Juno in Krotona zu malen. lLic. dsiiiveut. 1.2. c. l. i. 35. <7. 9. sect. Z6. n.2.) Meyer.