ios Vorläufige
Umrissen in einem jugendlichen Gewächse ist/ woauch der geringste Schatten/ wie man zu sagen >pfleget/ zum Körper wird.
Z. 13. Die Schönheit ist von zweierlei Art/entweder individuell oder idealisch; die ersteist ein Jnbegrif der schönen Formen eines einzelnenWesens/ und die zweite ist eine Wahl schöner Theileaus vielen einzelnen; idealisch heißt sie nicht inNnksicht auf die Theile/ sondern auf das Ganze/in welchem die Natur von der Kunst kan übertreffenwerden. Die Natur hat immer erzeugt und erzeugtnoch täglich Bildungen des GesichtS/ die mit denKöpfen der höchsten Schönheit/ welche man in Mar-mor und auf geschnittenen Steinen findet/ zu ver-gleichen sind; auch sieht man zu unsern Tagen inder Wirklichkeit Gestalten / wie die Niobe und dervatikanische Apollo. Gewisse Köpfe an Gott-heiten/ von welchen mancher glauben möchte/ daßsie ohne Beobachtung der Wirklichkeit nur mit demVerstände aufgefaßt und gleichsam/ um die Natur zubeschämen/ gezeichnet worden/ sind vielleicht nichtsals Bildnisse von Personen/ die vor Alters gelebthaben. So wissen wir / daß einige Statuen derVenus und anderer Göttinen nach dem Ebenbildeschöner Weiber gemacht sind/ selbst solcher/ welcheihre Gnnst feil hatten. Aber nichts desto weni-ger wird die Natur/ wiewohl sie bei der Bildungihrer einzelnen Wesen nach der Vollkommenheitstrebt/ durch die Materie und durch so viele Zufäl-ligkeiten , denen die Menschheit unterworfen ist/ im-mer gleichsam beschränkt/ so daß sie nicht zu demZiele/ welches ihr vorgestekt ist/ gelangen kan; eSwird daher fast unmöglich sein/ einen in allen Thei-
>) Xennpli, I. z. c. I I. Z, I. Lilien. I. iZ. c> k.
tu. Sg, G, d. K. 4B. 2K. 26 §. Notc.Z