98 Vorläufige
daß die Gefäße aus gebrauter Erde von Arezzo,einer Stadt Hetruriens/ in vorzüglichem Werthestanden; da ferner glaubwürdige Personen versicherthaben/ daß welche von dieser leztcrn Gattung inder Nachbarschaft von Viterbo und um Cornetv/ indem alten Gebiete von Tarquinii, gefunden worden,die folglich hetrurische Arbeit wären: so will ichwohl zugebe» / daß zwischen den Gefäßen des einenund des andern Landes eine Ähnlichkeit statt finde;aber über den Styl der Zeichnung der Figuren undder Malerei/ womit diese Gesäße geziert waren/ kanich kein Urtheil fällen / da ich sie nicht gesehen habe.
§. 26. Die meisten der erwähnten campanischenGefäße und besonders die größten scheinen statt un-seres Porcellans zur Ansziernng der Zimmer undGrabmäler gedienet zu haben/ welches man darausschließen kan/ daß sich einige ohne Boden gesundenhaben. Die Vorstellung von der Zeichnung an ebendiesen campanischen Gefäßen und von der Ähnlich-keit derselben mit jener der hetrurischen Künstler hatsich gemeiniglich nach den Gemälden der gewöhnlich-sten Gefäße gebildet/ so daß sich diese Ähnlichkeitnur auf dasjenige beschränkt/ was man auf den mit-telmäßigen Gemälden der Gefäße und an den Figu-ren der hetrurischen Opferschalen bemerkt und als»auf andere hetrurische Deukmale keine Anwendungleidet; den der allgemeine Charakter der auf jenenGefäßen gemalten Figuren ist Schlankheit/ welchebei einigen zu weit geht/ da manche ungewöhnlichlang und mager sind/ also den Gegensaz zu der em-pfindlichsten Andeutung und dem Gewaltsamen in derhetrurischen Zeichnung bilden.
§. 26. Endlich muß ich noch beifüge»/ daß der
t) lG, d, K. ZV. ZK. Ü8 §. ZV. 4K. j K. lv §. §.
25 §. Z2 §. Z5 §. 42S.1