so Vorläufige
CardinalS Alex all d e r Alb ani befindet, und unterNumero 66 dieses Werks vorkömt. l)
K. Die Zeichnung an diesem Marmor ka»sowohl in Ansehung der ganzen Gestalt der Figuren,als einzelner Theile mit jener an ägyptischen Wer-ken verglichen werden. Nicht nur die Umrisse wei-chen wenig von der geraden Linie ab, sondern auchdie Falten der Gewänder fallen beinahe senkrechtund sind nur durch zwei und zwei parallel laufendeEinschnitte angedeutet. In den Umrissen der plat-ten und schräg aufwärts gezogenen Augen/ in demnach derselben Richtung laufenden Munde, und indem kleinlichen Kinne gleichen sie ebenfalls den ägyp-!tischen Figuren/ und auch den Köpfen auf den älte-sten griechischen Münzen. Die Haare auf der Stirnund an den Schläfen sind in kleine parallel laufen-de Ringeln gelegt/ welches ebenfalls eine Eigenschaftdes zweiten hetrnrischen StyleS ist.
Z. 16. Mit der Zeit mußten doch die Künstlerbemerken/ daß sie im Wesentlichen ihren Zwek, wel-cher die Nachahmung der Natur ist/ perfehlt hätten.Als sie aber diesem Ubelstande abhelfen wollten/ ver-fielen sie, wie es in ähnlichen Dingen zu geschehen!pflegt/ von einem Extrem in'S andere/ das heißt:von einer kraftlosen/ magern/ spillenmäßigen Zeich-,nung in eine übertriebene/ sowohl in der empfind-lichen Andeutung der einzelnen Theile als auch inder Handlung und dem AnSdruke der Figuren; unddieses ist der zweite Styl der hetrurischen Kunst.Der nämliche Fall/ ein Extrem für das andere zuergreifen/ ereignete sich auch in den verflossenenJahrhunderten; den da die Zeichnung nach Art derhetrurischen mager und kleinlich zu werden angefan-gen, warf sich Michael Angelo Buonarroti/!
I) lG. d. K. ZB. 2 K. 5Z §. Note.?