Abhandlung tt. 91
um sie zu verbessern, auf das gänzliche Gegentheil.Dieses war auch natürlich; den beim Lehren bemü-het man sich/ um richtig verstanden zu werden/ dieGegenstände so fühlbar und klar als nur möglichist zu mache»/ und/ um die Hälfte einer Sache zuerlangen/ pflegt man gewöhnlich drei Viertheile zufordern. .
§. 17. Die unterscheidende Eigenschaft des z w e i-ten StylS der hetrunschen Künstler ist die empfind-liche Andeutung der Umrisse und das Gezwungenein der Handlung und Stellung der Figuren; wovonman das eine sowohl als das andere mehr in ihrengeschnittenen Steinen als in den Werken von Mar-mor erkciit. Da aber jene/ und besonders Tydeusim stoschischen Musev/ welchen ich hier unterNumero 106 beibringe/ mit der äussersten Feinheit/deren die Schneidekunst fähig ist/ gearbeitet sind:so können wir durch dieselben unser Urtheil mitmehr Zuverläßigkcit als selbst durch die Marmor-wcrke begründen, besonders/ da von diesen nur kleineerhobene Arbeiten/ Altäre und Brunnenmündungenerhalten sind. In Rüksicht des hetrunschen StylSkan man also die Statue eines Jünglings von Erzt/in natürlicher Größe/ welche sich in der Galerie desGroßherzogs von Toscana befindet/ nicht für einWerk aus dieser Schule erklären; den die Zeichnunghat gar nichts von einer empfindlichen Andeutung/sondern ganz den Charakter der griechischen Bild-hauerei. Wen Gori/ um diese Statue für einehetrunsche auszugeben/ anführt/ daß sie bei Perugiagefunden worden/ so ist dieses nur zufällig/ und dieArbeit der Haare/ welche er für eine Eigentümlich-keit der hetrunschen Künstler ausgibt/ hat diegrößreÄhnlichkeit mir den Haaren an mehrern Köpfen vonErzt im herculanischen Musev/ besonders nnt demKopfe einer Büste/ welche einen jungen Helden vor-