Druckschrift 
7 (1825)
Entstehung
Seite
82
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82 Vorläufige

nicht sowohl von Hetrurier» als von Griechen unterrich-tet worden/ vorgeben zu müßen/ sie seien vielmehr Schü-ler von denen gewesen, bei welchen jene Begeben-heiten vorgefallen waren, (wie sie auch wirklich die-selben genauer kanten) als von einem Volke/ welche»eben die Begebenheiten nur kurze Zeit vor ihnen ge-lernt hatte.

s- 6. Es könten wider diese Meinung einigehetrurische Werke angeführt werden, worauf Bege-benheiten etwas verschieden von Homers Erzählungabgebildet sind, wie zum Beispiel auf einer hetruri-schen Schale von Erzt das Schiksal des HektorSund Achilles, welches hier nicht vom Jupiter,wie jener Dichter sagt, l) sondern vom Mercu-rius abgewogen wird, und so noch verschiedene an-dere Abweichungen, von welchen ich im Verlaufe die-ses Werkes zu handeln Gelegenheit finden werde.Aber es ist ja etwas gewöhnliches, und bestärkt meineBehauptung vielmehr, anstatt sie zu widerlegen, daßdie Überlieferungen des einen Landes i» dem andernumgeformt werden; und wer vermag in Ansehungder Hetrnrier darzuthun, daß dieses nicht von einemihrer Dichter geschehen sei?

§. 7. Ferner ist die Mythologie der Hetrurierund ältesten Griechen in ihrem Wesen die nämliche;weßhalb man mit Grunde sagen kaii, die Hetrurierhaben anKentnissen zugenommen, weil sie mit eini-gen Stämmen Griechenlands, die sich unter ihnenniedergelassen, vermischt worden. Unter andern Be-weisen darf man auch die Flügel anführen, welchean sehr vielen Figuren auf hetrurifchen Werken vor-kommen, den nach dem Pausanias hatten die äl-testen Gottheiten Griechenlands ebenfalls Flügel,

1) X. XX. V. 20Z.

2) 1.. 5. c. 19.